Am Montag wurden vor der Hufelandstraße 4 im Bötzowviertel zwei Stolpersteine für Carl und Margarete Coper verlegt. Die beiden zogen 1935 mit der gemeinsamen Tochter Edith in die Hufelandstraße. Während der NS-Zeit wurde die Familie ausgegrenzt, entrechtet, enteignet und verfolgt. Ihre Tochter konnten die Eltern noch vor Mai 1939 nach England schicken. Carl und Margarete Coper wurden am 29. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert und im September 1942 im Vernichtungslager Kulmhof ermordet.
Mit den beiden Stolpersteinen bekommen Carl und Margarete Coper nun einen sichtbaren Platz in unserem Kiez zurück. Sie erinnern uns daran, dass hinter den Millionen Opfern des Nationalsozialismus einzelne Menschen, Familien, Nachbarinnen und Nachbarn standen. Erinnerung beginnt direkt vor unserer Haustür. Und es liegt an uns, sie wachzuhalten. (Foto: Harf Zimmermann)

